30 Podestplätze inklusive 7 Titel in Freienbach

Die Kantonalen Einkampfmeisterschaften 2026 des Leichtathletikverbandes Schwyz fanden am 06. Juni in Freienbach statt. 26 Athleten von Leichtathletik Arth stellten sich der Schwyzer Konkurrenz und konnten ganze 38 persönliche Bestleistungen aufstellen.

Der fleissigste Arther Medaillensammler war einmal mehr Max Waldispühl (2013) in der U14. Fünf Starts gleich fünf Medaillen: Im 60m-Sprint wackelte Max erst etwas, konnte sich so eben für das Finale qualifizieren, wo er dann aber zur Bronzemedaille sprintete. Über 80m Hürden kam er ebenfalls als Dritter im Ziel an. Die 600m wurden zu einem spannenden Rennen, das Max beherzt von vorne anging. Nach 400m überholte ihn der spätere Sieger und zum Ziel hin wurde es richtig eng: in 1:48,38 min lief Max zu einer neuen Bestzeit und rettete sich mit 8/100 vor dem Drittplatzierten ins Ziel. Jan Gisler (2014) beendete dieses Rennen als Sechster in neuer persönlicher Bestzeit von 1:57,78 min. Weiter für Max ging es im Weitsprung, dort stellte er mit 4,54m eine PB auf und wurde wieder Dritter. Im Hochsprung fand er sensationell in den Wettkampf und sprang schliesslich eine neue PB von 1,39m, womit er sich die Silbermedaille holte. Jan war noch in den vier Wurfdisziplinen am Start: Im Diskuswurf bestritt er seinen ersten Wettkampf und kam mit geworfenen 21,17m auf den zweiten Platz. Ebenfalls die Silbermedaille gewann er im Speerwurf. Mit 27,11m stellte er eine tolle neue PB auf. Neue Bestleistung auch im Ballwurf (41,79m). Hier wurde er ebenso wie im Kugelstossen (7,03m) knapp geschlagener Vierter.
Gleich drei Mal neue persönliche Bestleistung, zwei Titel und neben Diskus nun auch die SM-Limite im Speerwurf erfüllt: Lieve Sumi (2011) räumte in der U16 ab. Im Diskuswurf verbesserte sie sich auf 37,06m. 16cm weiter warf sie den Speer, womit sie in den beiden Disziplinen den Sieg holte. Nach zwei so gelungenen Einsätzen ging sie euphoriert zum Kugelstossen, wo sie sich um über 70cm auf 10,99m verbesserte und nur einer Konkurrentin den Vortritt lassen musste.
Ebenfalls zwei Titel gewannen Marlene McCarthy und Darina Grimm (beide 2015) in der U12. Während Darina unvoreingenommen im Kugelstossen und im Drehwurf die Wurfgeräte in die Hand nahm, musste Marlene innerhalb des Wettkampfes viel Erfahrung sammeln. Marlene war laut Meldeliste die Favoritin im 60m-Sprint und im Weitsprung und in beiden Disziplinen startete sie nicht wie gewohnt souverän. In den 60m-Vorläufen war sie in einem sehr langsamen Lauf gesetzt, so dass sie zwar weit vor den Konkurrentinnen ins Ziel kam, aber die Zeit nicht besonders schnell. Es reichte, natürlich, trotzdem fürs Finale und in einem Wimpernschlag-Zieleinlauf gewann Marlene in 9,29 sec die Goldmedaille. Im Weitsprung begann das Zittern: der erste Versuch schlecht, der zweite ungültig. Auf Traineranweisung: All-in! Ein „halb-batziger“ Sprung führt nicht zum Sieg. Also volles Risiko. Und das zahlte sich aus. Im vierten und letzten Sprung kam sie auf 4,15m, die für den Sieg reichten. Die Silbermedaille gewann sie noch im Stabweitsprung mit neuer PB von 3,84m (was zwischenzeitlich sogar Kantonsrekord bedeutete, bevor die spätere Siegerin sie im letzten Versuch noch übertrumpfte). Über die 60m Hürden wurde Marlene Vierte mit neuer PB von 12,10sec. Darina holte sich ziemlich überlegen mit über einem Meter Vorsprung den Titel im Kugelstossen (7,03m) und doppelte im Drehwurf mit einer tollen Weite und PB von 22,14m nach. Ganz erfreulich im Drehwurf der Doppelsieg, denn Michelle Bürgler (2016) warf sich mit 20,19m auf den Silberrang.

Ein weiterer Sieg unseres Teams ging an Madlaina Wiederkehr (2012) in der U16. Über die 80m Hürden, in der sie bereits die SM-Limite erfüllt hat, kam niemand hinter ihr her und sie siegte in 12,76 sec mit über 5/10 Vorsprung. Über 80m und im Weitsprung holte sich Madlaina jeweils die Bronzemedaille. Im Weitsprung verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung auf 4,90m. Dreimal auf den Silberrang warf sich Noalie Szymkowiak (2010), U18. Den Diskuswurf musste sie aufgrund zu wenig Teilnehmerinnen gar in der U20 bestreiten. Eine neue Bestleistung von 32,66m mit dem 1kg-Gerät schockte ein wenig die ältere Konkurrenz, denn zwischenzeitlich führte Noalie sogar. Das Kugelstossen und den Speerwurf warf sie in der U18. Während das Kugelstossen sehr gut lief, haderte Noalie sehr mit den windigen Verhältnissen im Speerwurf und erst im letzten Wurf erwarf sie sich noch eine Medaille.
Zweimal auf den Silberrang kam Leo Waldispühl (2015) in der U12: Im Kugelstossen stiess er kurz um die Goldmedaille mit, musste sich dann aber mit 7,67m und dem zweiten Platz zufrieden geben. Gut verlief sein Hochsprung-Wettkampf, wo er fehlerlos bis 1,20m sprang. Seine im dritten Versuch übersprungenen 1,24m brachten ihm seine zweite Medaille ein. Ganz erfreulich besetzt der Bronzerrang: dort stand mit Hendrik Gnos (2015) ein weiterer Arther, der über 1,20m neue PB sprang und seine erste Medaille gewann.
In der U18 männlich konnten weitere zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen werden. Silber ging an Tobias Camenzind (2009) im Diskuswurf mit 42,79m, eine Zitterpartie, denn die ersten Versuche konnte Tobias nicht gültig machen und er war eigentlich schon kurz vor dem Ausscheiden aus dem Wettkampf gewesen. Den 200m-Sprint beendete er in neuer PB von 24,46sec ebenso wie den Weitsprung mit neuer PB von 5,85m auf dem Bronzerang. Erstmalig die 800m lief Jakob Sutter (2010). Er finishte in 2:18,56 min und durfte sich dafür die Silbermedaille umhängen lassen.
Die letzte Medaille des Tages ersprintete sich unsere 5xfrei-Staffel der U14 weiblich in der Besetzung Marlene McCarthy-Anna Durrer-Aurea Zimmermann-Rahel Inderbitzin-Alexandra Wiederkehr. Nach 58,88 sec über die Stadionrunde kamen sie auf dem dritten Platz ins Ziel und durften einen grossen Geschenkekorb (statt Medaille) in Empfang nehmen.

 

Text: Kerstin Szymkowiak